Jahreshauptübung der Feuerwehr Abteilungen Honstetten und Reute

Jahreshauptübung der Feuerwehr Abteilungen Honstetten und Reute

Jahreshauptübung der Feuerwehr Abteilungen Honstetten und Reute

Am 8. Mai um 19 Uhr setzte Christoph Bach vom gleichnamigen Autohaus in Honstetten den Notruf ab. Übungsannahme war, dass es bei Reparaturarbeiten an einem KFZ zu einem Brand kam, der sich in der Werkstatt ausbreitete.

Aufgrund der immer wieder abbrechenden Handyverbindung benötigte es 3 Versuche, bis die Rettungsleitstelle (Tel. 112) den Anruf komplett erfassen konnte. Den Zuschauern und Einsatzkräften bot sich ein realistisches Szenario, durch Pyrotechnik waren Flammen zu sehen und Explosionen zu hören. Neben der Nebelmaschine, die den Innenraum „weiß verraucht“ hatte , stieg auch schwarzer Rauch aus dem Fahrzeug aus. Unter Einsatzleiter Michael Schubert galt es, den Brand zu löschen und Verletzte zu retten. Kommentiert wurden die Abläufe und Hintergründe von Bernhard Bach. Die Feuerwehrangehörigen von Honstetten waren mit dem TSF-W (wasserführendes Tragkraftspritzenfahrzeug), dem Unimog und einem Traktor mit Schlauchanhänger angerückt. Die Kameraden aus Reute nutzten das MZF (Mehrzweckfahrzeug) aus Eigeltingen, da ihr Fahrzeug in der Werkstatt war. Die Löscharbeiten wurden schnell und professionell ausgeführt, das Feuer im Kfz mit Schaum erstickt. Um ein Ausbreiten des Brandes zu verhindern, wurden auch so genannte Riegelstellungen aufgebaut. Die 3 „Helfer vor Ort“ (HvO) – Christian Rüdt, Sophie-Fleur Schuler und Natalya Martin – mussten zeitgleich viele medizinische Erstmaßnahmen durchführen. Neben den 4 Verletzten – mit Rauchgasvergiftungen und Verbrennungen – aus dem Autohaus, gab es auch eine weitere bewusstlose Person aufgrund eines „Atemschutznotfalls“. Unterstützung erhielten die HvO von zwei ausgebildeten Sanitätern der Feuerwehr Honstetten. Wie im Ernstfall ändern sich die Aufgaben der Feuerwehrfrauen und -männer bedarfsgerecht. Zum Übungseinsatz kam dann auch ungeplant Regina Glatt vom ENT (Einsatzkräftenachsorgeteam der psychosozialen Notfallversorgung). Der Atemschutzgeräteträger hatte sich ohne Wissen seines Partners im 2-Mann-Trupp während der Tätigkeiten in der Werkstatt leblos gestellt. Korrekt wurde dann der „MayDay-Funkspruch“ abgesetzt und der scheinbar Bewusstlose von weiteren Trupps gerettet. Im Einsatzfall kümmern sich die geschulten Kräfte des ENT um die Einsatzkräfte nach (potenziell) psychisch belastenden Einsätzen. Bei der Übung verlief aber glücklicherweise alles gut, so dass auch der „Beobachter“, Eigeltingens stellvertretender Kommandant Markus Reichelt in der Nachbesprechung zum gelungenen Ablauf beglückwünschte. Insbesondere, da es sich bei einer Autowerkstatt um ein anspruchsvolles Gebäude handelt, in dem sich auch Gefahrstoffe befinden können. Ortsvorsteher Felix Wolpert, der in der Übung auch Gruppenführer und für die Pyrotechnik verantwortlich war, überbrachte Grüße der Gemeindeverwaltung. Dank erging dann auch vom örtlich zuständigen Abteilungskommandanten Sebastian Fürst für die nicht selbstverständliche Zurverfügungstellung des Übungsobjekt durch die Firma Bach sowie an alle Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam werden die Abteilungen so auch den großen Kreisfeuerwehrtag in Eigeltingen vom 10. bis 12. Juli als Fest für die gesamte Bevölkerung erfolgreich durchführen.